Als Vorläufer der späteren Armbanduhren kann man die seltenen Anfertigungen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts ansehen, bei denen kleine Spindelührchen in breite Schmuckarmbänder integriert wurden.
Die Entwicklung der ersten Armbanduhren aus kleinen Damentaschenuhren begann wenig erfolgreich ca. 1905. Erst in den folgenden Kriegsjahren wurde der Vorteil der am Arm zu tragenden Zeit gegenüber der Taschenuhr erkannt, und damit begann ihr später Siegeslauf.
Die mechanischen Armbanduhren sind in den chronologischen Ablauf in den Vitrinen dekoriert.
Werfen Sie einen Blick auf die modernen stromgetriebenen Zeitmesser und ihre Entwicklung.
| I.Elektromechanische Uhren a) Motoraufzug b) Schwingersysteme c) Stimmgabel Uhren |
II. Elektronische Uhren a) digital 1.LED 2. LCD b) analog |
III. Funkuhren a) digital b) analog Herzschrittmacher |
Links: Die Entwicklung der elektrischen und elektronischen Armbanduhren.
Rechts: Die chronologische Uhren und Schmuck - Präsentation beginnend ca. 15hundert und zeitgemäße Fachliteratur.
In den unteren Vitrinen befinden sich antike Uhrmacherwerkzeuge
Die Ernsthaftigkeit zur Weiterentwicklung von kleineren präziseren Messzeiten und einer neuen Definition der Sekunde steht in keinem Zusammenhang zu der Uhrenentwicklung für den Hausgebrauch, für die Mode, die Werbung und für den Zeitmesser als Imagepflege.
Kontrovers sind die Zeiten in Punkto Arbeitszeit und Freizeit. Unabhängig hiervon setzt sich die Gestaltungsfreiheit zu einer neuen globalen Lebensauffassung und aufgeschlossener Dynamik der jüngeren Generation immer mehr durch. Eine milliardenschwere Industrie trägt dieser Entwicklung Rechnung. Eine Rechnung, die sich auszahlt.
Kurzlebige Mess- und Spielgeräte am Arm appellieren an das Spielerische (im Manne), so dass die fiktive Zeitanzeige dieser Armbanduhren zur Nebensache wird und meist nur noch Alibifunktion für den Spieltrieb des Trägers darstellt. Ohne die Gebrauchsanweisung „dieser quarzgesteuerten Eintagsfliegen“ wäre auch ein Fortbildungszentrum für Uhren hilflos in Hinblick auf die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten, die fast unerschöpflich scheinen und von denen wir im Museum einige präsentieren und davon wiederum auch nur wenige vorstellen.
Ewige Treue Buchauszug aus unserem Museumsführer (in Arbeit): Gesammelte Zeit „un drumrum“ Endlich geschafft, seit drei Wochen gibt es mehr Handys als Einwohner in Deutschland, triumphierte Harald Schmidt persiflierend vor einiger Zeit. Und das wären, wenn sich da nicht ein kleiner Denkfehler versteckte, mehr als 82 000 000 (Mio.) Handys mit Zeitnehmern, die den marktpflegenden Uhrenhandel und die Uhrmacherei nicht mehr tangieren. Aber das ist eine ganz andere neue Geschichte – die die globalisierte Zeit unserer individuellen Zeit diktiert…und die letztlich dazu führen kann, dass handys auch als Grabbeigabe…..